Andreas Bühl | Situation von Flora und Fauna am Stausee Heyda im Landtag thematisiert
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Situation von Flora und Fauna am Stausee Heyda im Landtag thematisiert

Aufgrund des außergewöhnlich heißen Sommers ist der Beckenpegelstand der Talsperre Heyda auf einen historischen Tiefstand von 13,10 m gefallen, so informierte Dr. Pause als Vorsitzender des Kreis-Angelfischereiverband Ilmenau e.V. Die Wassermenge hätte in den letzten Wochen bei 46 Prozent des Vollstaus gelegen. Die Fischbestände müssten mit wesentlich weniger Wasser auskommen und leiden unter weniger Sauerstoff. Aus fischereibiologischer Sicht seien bereits irreparable Schäden aus Sicht des Kreis-Angelfischereiverband Ilmenau e.V. entstanden. Deshalb machte dies Landtagsabgeordneter Andreas Bühl zum Thema im Thüringer Landtag, um die Landesregierung zu befragen, wie der Pegelstand des Stausee Heyda stabilisiert werden kann.

Die Thüringer Fernwasserversorgung ist verantwortlich für die Talsperre in Heyda und hatte über den Sommer den Pegelstand abgesenkt und Wasser nach Erfurt für die Landwirtschaft verkauft. Im Landtag antwortete Staatssekretär Olaf Möller (Grüne) aus dem Umweltministerium auf die Fragen von Andreas Bühl. Im September ist der Wasserstand nach Aussage des Staatssekretärs nochmals weiter um mehr als einen halben Meter auf 12,60 Meter abgesunken. Der für den Stausee als niedrigster Stand festgelegte Wert läge bei 11,60 Meter. Deshalb sehe die Landesregierung keine Schäden in der Tier- und Pflanzenwelt. Auch die Wasserqualität sowie der Sauerstoffgehalt seien in keinem kritischen Bereich. Dem widersprach Bühl: „Insbesondere die Teichmuschelbestände sind in den letzten Monaten massiv gefährdet wurden, da sich die Tiere nicht so schnell ins Wasser zurückziehen konnten, wie der Pegelstand abgenommen hat. Man kann nur den Mitgliedern des Kreis-Angelfischereiverbands für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die Natur am Stausee danken.“ Diese hätten die Uferstreifen regelmäßig nach den Muscheln abgesucht.

Der Wasserstand wurde bis Mitte September um weitere knapp zwei Meter Wasserhöhe abgesenkt. Dies habe für die Aufrechterhaltung des Löschwasser-Standes in der Wipfra und zur Erhöhung des Wasserstandes der Gera für die Bewässerung der landwirtschaftlichen Flächen um Erfurt genutzt werden müssen. Nun sei die Wasserentnahme auf die Mindestmenge zurückgeführt wurden. Dies hatte Bühl auch deutlich im Landtag eingefordert. „Damit der Fischbestand im Gewässer gerade für die in der Herbstzeit kommende Wasserzirkulation nicht gefährdet wird, darf der Pegel nicht weiter sinken. Deshalb setze ich darauf, dass die Fernwasserversorgung bei der Mindestentnahme des Wassers bleibt und durch mehr Niederschläge eine Stabilisierung einsetzt.“, sagte Bühl abschließend.